Reiseührer für das Rotlichtviertel in Amsterdam

Der Rotlichtbezirk in Amsterdam ist ein berüchtigter Stadtteil und sollte auf Ihrer To-do-Liste stehen.

Kultig oder berüchtigt - wie auch immer die Stereotypen aussehen, in diesem historischen Viertel steckt viel mehr, als sein Ruf vermuten lässt. Erfahren Sie mehr mit unserem Reiseführer zum Rotlichtviertel von Amsterdam und entdecken Sie die Geschichte des Viertels De Wallen.

 

Was ist das Rotlichtviertel?

Das Rotlichtviertel liegt in De Wallen, dem mittelalterlichen Stadtzentrum von Amsterdam. Es ist ein lebhafter Stadtteil, der im Gegensatz zu den meisten europäischen Stadtzentren eine ganze Liste von meist tabuisierten Dienstleistungen bietet. Alles von Prostitution über legalisierte Drogen bis hin zu Sexshows und Läden.

Die Gegend liegt in unmittelbarer Nähe des Hafens der Stadt und ist seit dem Mittelalter ein Anlaufpunkt für alle, die nach sexuellen Dienstleistungen suchen, egal ob es sich um Seeleute, Soldaten oder anständige Herren handelt. Vorbei sind jedoch die Zeiten, in denen man sich schämen musste, inzwischen wird Sexarbeit als legitime Beschäftigungsform anerkannt.

Vielleicht fragen Sie sich, woher der Name kommt. Der Name „Rotlichtviertel“ stammt von der Verwendung von Neonrotlichtern, die an den Türen der Salons angebracht sind. Straßenprostitution ist in den Niederlanden illegal, daher ist die Verwendung eines roten Neonlichts in einer Türöffnung für viele ein kluger Trick, um Kunden anzulocken.

 

Was wird im Rotlichtviertel geboten?

Mit dem Amsterdam Pass erhalten Sie eine ausführliche Tour durch das umstrittenste Viertel der Stadt mit einer Fülle faszinierender Geschichten und bemerkenswerter Fakten. Die Touren beginnen ab 19 Uhr, wenn die Sonne untergeht und die Gegend lebendig wird.

Abgesehen von den offensichtlichen Angeboten bietet das Rotlichtviertel auch eine Vielzahl interessanter Geschäfte, Museen und Shows. Bei den meisten geht es um das Sexgewerbe, aber es gibt auch Möglichkeiten, dort Mode und Kultur zu genießen.

Durch die Umgestaltung einiger Fenster ehemaliger Prostituierter in der Gegend können Besucher eine Vielzahl von Ausstellungsräumen und Ateliers mit modischen Bekleidungsgeschäften bewundern, in denen Sie coole Schuh- und Streetwear-Marken kaufen können.

 

Wussten Sie schon?

  • Die Regulierung der Gesundheit von Sexarbeiterinnen ist keine moderne Regierungspolitik. Seit 1810, als Napoleon Amsterdam kontrollierte, unterlag die Prostitution Gesundheitsvorschriften, und Sexarbeiterinnen mussten eine Erlaubnis einholen, um ihre Gesundheit zu bestätigen. Leider sollte dies nicht die Arbeiter vor Geschlechtskrankheiten schützen, sondern eher die Soldaten, die mit größerer Wahrscheinlichkeit die Quelle der Krankheiten waren.
  • Es wird geschätzt, dass in den Niederlanden rund 25.000 Sexarbeiter/innen tätig sind, von denen die Mehrheit im Rotlichtviertel wohnt.
  • Obwohl De Wallen für das Rotlichtviertel berühmt ist, gibt es dort auch Chinatown, wo Sie köstliches Essen aus Fernost genießen können.
  • Seit 1810, als Napoleon Amsterdam kontrollierte, unterlag die Prostitution Gesundheitsvorschriften, und Sexarbeiterinnen mussten eine Erlaubnis einholen, um ihre Gesundheit zu bestätigen.

Verhalten im Rotlichtviertel

  • Der Rotlichtbezirk war jahrelang ein hartes Pflaster, aber nach der Legalisierung der Prostitution im Jahr 2000 haben die Bemühungen der Behörden dafür gesorgt, dass es zu einem sicheren und lebendigen Ort für Touristen geworden ist.
  • Es gibt jedoch einige ungeschriebene Regeln, die befolgt werden müssen. Die Frauen (und einige Männer) gehen hier ihrer Arbeit nach, also ist es am besten, sie nicht direkt zu filmen oder Bilder zu machen. Tatsächlich ist es seit Anfang dieses Jahres illegal, in einer Reisegruppe Sexarbeiter/innen anzustarren.
  • Alkohol- und Drogenkonsum auf den Straßen sind dort ebenfalls verpönt und sollten auf die zahlreichen Bars und Cafés in der Umgebung beschränkt werden. Sie werden auch gebeten, dort nicht zu schreien oder andere zu stören.
  • Da diese Gegend auch Kleinkriminelle anzieht, wird empfohlen, alle Angebote von Händlern in Bezug auf Drogen und Fahrräder abzulehnen. Die Polizei verhängt sowohl gegen den Verkäufer als auch gegen den Käufer hohe Geldstrafen, wenn sie erwischt werden.

Wie gelangt man zum Rotlichtviertel in Amsterdam?

Da es ein beliebtes Ziel ist, können Sie eine dieser Straßenbahnen nehmen, um dorthin zu gelangen: 2, 4, 11, 12, 13, 14, 17, 24 Dam.

Da Sie sich mitten in der Altstadt befinden, kann man sich kaum verirren, aber Sie sollten dennoch immer eine Karte dabei haben. De Wallen, auch bekannt als Rosse Burt, ist ein beliebter Teil der Stadt. EInheimische werden Ihnen gern den Weg dorthin erklären.